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Zöllner, Dirk – 7 Sünden

Thema: Sieben Sünden Ambitioniertes Album der Funk- und Soullegende aus dem Osten der Republik. Thematisch folgt Zöllner den sieben Sünden Maßlosigkeit, Eitelkeit, Zorn, Geiz, Wollust, Neid und Trägheit. Die CD gibt es in zwei Varianten: Zum einen als “einfache CD”, zum anderen mit einem an ein Roadmovie erinnerndes Buch (Co-Autorin Zoé Denise Naumann, 150 Seiten). In ihm finden sich zahlreiche Ausschnitte aus seinem (Musiker) Leben, vor allem aber alle Einzelheiten von den ersten Ideen bis hin zur Fertigstellung des Albums, wobei Fiktion und Wirklichkeit nicht mehr scharf voneinander zu trennen sind.
Wenn sich Zöllner in “7 Sünden” zu Maßlosigkeit, Eitelkeit, Zorn, Geiz, Wollust, Neid und Trägheit bekennt, dann hält er einerseits seinen Hörern einen Spiegel vor, zeigt andererseits, dass diese Sünden zum Alltag gehören, ohne dass sich jemand von ihnen frei sprechen könnte. Theologisch wichtig, im Zusammenhang des Albums aber nicht näher ausgebreitet, ist, dass diese sieben Sünden zwar oft fälschlich als “Sieben Todsünden” bezeichnet werden, aber nach gültiger Lehrauffassung der Katholischen Kirche keine Todsünden sind. Insofern gehört es zur menschlichen Eigenliebe gehört, sich einzugestehen, mit diesen Sünden leben zu müssen, wenn auch nicht ohne gegen sie anzugehen. Zöllner gelingt es, die aus dem Mittelalter stammenden Bezeichnungen dieser Sünden in moderne Formen zu gießen.

Biographisches
Dirk Zöllner, Jahrgang 1962, ist vor allem im Osten der Republik ein Begriff: Aufgewachsen in Ostberlin lernt er bereits während seiner Schulzeit die DDR-Band “Renft” kennen (Robert Gläser, Sohn der Renft-Legende Peter “Cäsar” Gläser, ist auf “7 Sünden” am Bass zu hören). Mit neun Jahren ist Zöllner Fan der (im Osten offiziell nicht erwünschten) Glam-Rock Band “The Sweet”, mit deren Songs er eine Karaoke-Band imitiert. Bringt sich autodidaktisch das Gitarrespielen bei, spielt Songs von Bob Dylan, Neil Young und Udo Lindenberg nach. Anfang der 80er Jahre folgen erste Auftritte in Kirchen und bei Kulturwettbewerben. Während der Armeezeit erste Kompositionen und Texte für seine Bands “Saumäßig” und später “Chicoree”. 1984 erhält er die für öffentliche Konzerte in der damaligen DDR notwendige Spielerlaubnis durch eine staatliche Einstufungskommission, 1986 die Einstufung in den Profistatus. Als Auflage muss er ein Musikstudium absolvieren. Bereits in 1985 zeigt ihn eine Umfrage auf Platz zehn der beliebtesten Amateurbands der DDR. Zwei Nummer Eins-Hits (“Käfer auf’ m Blatt” und “Du bist schön”) in 1988 führen dazu, dass Dirk Zöllner mit Band im Vorprogramm von James Brown vor 70.000 Konzertbesuchern auftreten darf. Diverse Veröffentlichungen (siehe Discographie), darunter auch der Titel “Süße fremde Frau” (CD “Bumm Bumm”) mit dem befreundeten Sebastian Krumbiegel (Prinzen).
1997 ein persönlicher Schicksalsschlag: mit dem Schriftsteller Bob Strahl stirbt der beste Freud im Alter von 38 Jahren.
Tourneen durch Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Bulgarien und als erster deutschsprachiger Sänger (2003) durch Israel.
Ab 2006 schlüpft Zöllner an der Staatsoperette Dresden in die Rolle des Jesus im Musical “Jesus Christ Superstar” (neben Anna Maria Kaufmann als Maria Magdalena), das zusätzlich in 2008 auch für eine Woche im Münchner Prinzregententheater aufgeführt wird. Ebenfalls in 2006 erscheint als eines von vielen Side-Projekten Zöllners die CD “Das Buch der Lieder”, mit dem Zöllner und weitere Musiker als “Club der toten Dichter” auch touren. Kooperation mit Rolf Stahlhofen (Ex-Söhne Mannheims) für “Big Soul”, eine CD mit deutschsprachigen Soulklassikern.

Diskogaphie

  • 1990 – Die Zöllner (1)
  • 1991 – Café Größenwahn
  • 1993 – Goldene Zeiten
  • 1995 – Zöllner-light live
  • 1996 – Bumm Bumm
  • 1997 – Goodbye, Chérie
  • 1999 – Ich darf alles
  • 2000 – Zöllner Classics
  • 2000 – Die DreiHIGHligen
  • 2002 – OSTENde
  • 2002 – Auf der Reise – best of
  • 2004 – HIGHlive (Die DreiHighligen)
  • 2004 – Wo ist der Hund?
  • 2008 – 7 Sünden

Bands und Projekte mit Dirk Zöllner:

    • Chicoree (1984-87)
    • Die Zöllner (1987-1997)
    • Die DreiHIGHligen (seit 1993

)

  • ZONALUNA (1998)
  • Zöllners Russenconnection (1999-2001)
  • OSTENde (2002/2003)
  • Cafe Größenwahn (2004/2005)
  • Club der toten Dichter (2005-2007)
  • Jesus Christ Superstar (seit 2006)
  • Big Soul (seit 2007)
  • Zöllner (7 Sünden) (seit 2007)
  • Ostrock Klassik (2008)

 

 

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