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Passenger – Let Her Go

Eine Woche lang eine Band nach der anderen – dafür steht seit 1987 jedes Jahr im März das South By Southwest-Festival im US-amerikanischen Austin/Texas. Auf 50 Bühnen tummeln sich etwa 1000 Bands und Interpreten. Wer es hier schafft, gehört zu den ganz Großen. Schon vor fünf Jahren mit dabei: die Briten Mike Rosenberg und Andrew Phillips – und die gaben sich im Folgejahr den schlichten Namen „Passenger“. Im letzten Herbst dann in den Niederlanden ein Superhit mit „Let Her Go“ – und mittlerweile ist der Song auch bei uns „angekommen“. Im Text heißt es:

 

„Du brauchst das Licht immer nur dann, wenn es dämmrig wird.

Du vermisst die Sonne nur dann, wenn es zu schneien beginnt.

Du kapierst erst, dass du ganz oben warst, wenn du dich unten fühlst.

Das Herumstreunen ist dir erst verhasst, wenn du dein Zuhause vermisst.

Erst wenn du deine Liebste hast gehen lassen, weißt du, was du an ihr hattest!“

 

Ein Song mit einer nachdenklichen Botschaft: Denn die sagt: Dinge, die man besitzt, werden schnell alltäglich. Nur weil wir etwas besitzen, ist es plötzlich nicht mehr so begehrenswert, scheint es nicht mehr so wertvoll wie vorher. Der Blick für das, was den besonderen Reiz macht, geht verloren – nur weil man eben eine Sache besitzt.

Und gleichzeitig signalisiert der Song: Wer immer nur den Dingen hinterherjagt, die er gerade nicht hat, der wird nie wirklich glücklich werden. Denn er kommt nie irgendwo wirklich an. Im Song klingt das so:

 

„Du starrst im Dunkeln an die Decke, wieder das leere Gefühl in deinem Herzen.

Vielleicht kapierst du eines Tages, warum alles kaputtgeht, was du anfasst!“

 

Bewusster leben, die Wirklichkeit wahrnehmen, wie sie ist, und ein wenig mehr nach Tiefe und Sinn in seinem Leben suchen – das ist die Botschaft, die Passenger in ihrem Song so ganz nebenbei mittransportieren. Eine Botschaft für ein gelingendes Leben: Let Her Go.

 

Passenger: Let Her Go, in: ders.: All The Little Lights, Embassy of Music/Warner 2013 bei amazon

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