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Stereophonics – Have A Nice Day

Du willst einfach nur Smalltalk führen und plötzlich schüttet Dir jemand das ganze Leid seines Lebens vor die Füße. Als die Stereophonics durch die USA touren, steigen sie morgens in San Francisco in ein Taxi. Und dann passiert genau das. Aus einem einfachen „Na, wie geht’s?“ wird ein so intensives Gespräch, dass am Ende der Song „Have A Nice Day“ entsteht. Die Quelle ist der Taxifahrer. Er legt direkt los mit den Worten:

„Ich hasse diesen Ort – nur Touristen und Fisch gibt’s hier!“

Er erzählt, dass er eigentlich ein Dichter ist, und er ist der Meinung alle Menschen sind gleich – nur der Akzent

macht den Unterschied. Alles, was ihn an seinen Mitmenschen stört, alles, was ihn täglich nervt – die Band kennt nun alle Einzelheiten. Am Ende der Fahrt dreht er sich zu seinen Fahrgästen um und sagt:

„Das macht 7 Dollar – schönen Tag noch! Have a nice Day.“

Irgendwie befremdlich und unangenehm, da in der Haut der Zuhörer zu stecken. Aber wenn wir mal ehrlich sind – wenn wir beten, passiert oft nichts anderes. Ich bin mir ziemlich sicher, man wendet sich seltener mit einem „Danke für diesen tollen Tag“ an Gott. Vielmehr sind es Klagen, Sorgen, Fragen nach dem Warum… Und Gott hört geduldig zu und hält das aus.

„Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten“, verspricht er in Psalm 50. Man braucht ein Ventil. Nur so kann sich der Blickwinkel ändern, vom vergangenen Leid zur hoffnungsvollen Zukunft. Nur so wird’s irgendwann auch wieder ein ernstgemeinter schöner Tag.
Have a nice Day!

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