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Boomtown Rats – I Don´t Like Mondays

Nichts ist unnütz im Leben. Auch der größte Mist zahlt sich irgendwann mal aus. Das gilt auch für Musiker – spätestens dann, wenn die aus einer leibhaftigen Katastrophe einen Hit machen. Beispiel gefällig? Da kommt ein 17jähriger Teenie in San Diego morgens in die Schule, hat ein Gewehr in der Hand und legt auf seine Klassenkameraden an. Ohne lange zu zögern ballert er in Wild-West-Manier einige Mitschüler über den Haufen. Auf die Frage nach dem Warum gibt es später eine verblüffende Antwort: „Ich mag keine Montage!” – Keine erfundene Geschichte, sondern tatsächlich passiert vor 30 Jahren im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Grund genug für einen Musiker, einen Song darüber zu schreiben. Bob Geldorf, damals irischer Kopf und Sänger der Band Boomtown Rats, textet in seinem Hit „I Don´t Like Mondays“:

„Ein Chip in ihrem Kopf war auf Überlast gestellt.
alles hörte auf zu spielen, denn sie wollte mit dem Tod aller spielen.
Die Schule ist heute früher aus, denn wir lernen etwas darüber, wie man stirbt.
Der Vater versteht nichts; er sagt immer nur, dass sie so gut wie Gold sei.
Wir können keinen Grund erkennen, wenn Gründe nicht gezeigt werden.
Und welche Gründe braucht man schon, um zu sterben?“

Montags braucht man keine besonderen Gründe, um frustriert zu sein. Da reicht es, wenn die hochen Erwartungen an das freie Wochenende auf der Strecke geblieben sind. Längst ist belegt: An Schulen gibt es montags viel mehr Vandalismus und Schlägereien als an anderen Tagen.
Als der Sonntag noch stärker religiös geprägt war, nahezu jeder in die Kirche ging, gab es weit weniger Montagsfrust als heute. Je mehr der Sonntag zu einem ganz normalen Tag wird, desto größer der Frust am Montag. Ein Gedanke, über den es sich nachzudenken lohnt – spätestens am nächsten Sonntag. Bis dahin bleiben uns die Boomtown Rats und „I Don´t Like Mondays“.

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