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Bring Me The Horizon – Mantra

Sheffield, 2004: Fünf Teenager gründen eine Band. Zwanzig Jahre später sind Bring Me The Horizon einer der größten Rocknamen weltweit. Was sie dabei nie verloren haben: den Mut, unbequeme Fragen zu stellen.
„Mantra“ ist so eine Frage. Der Song ist 2018 erschienen. Inspiration? Ein Streamingdienst. Alles beginnt damit, dass Sänger Oli Sykes mitten in einer Netflix-Session die Doku „Wild Wild Country“ einschaltet. Die Geschichte des Guru Osho, der in den USA eine Sekte aufbaut, Hunderttausende begeistert – und trotzdem am Ende verloren dasteht.
Was Sykes dann beschäftigt: Warum laufen Menschen einem Menschen so blind hinterher? Und dann die Erkenntnis: Das ist gar nicht so weit weg von dem, was in ganz normalen Beziehungen passiert. Liebe, Ehe, Vertrauen – du gibst dich einer Person hin. Du glaubst, du weißt, wem du folgst. Aber weißt du das wirklich?

„Before the truth will set you free, it’ll piss you off“ –
Bevor die Wahrheit dich befreit, macht sie dich zuerst wütend

das ist die Zeile, die bleibt. Weil sie stimmt. Weil echter Durchbruch selten angenehm anfängt. Die Wahrheit über sich selbst, über eine Beziehung, über das eigene Leben – die kommt oft zuerst als Schmerz. Aber sie kommt. Und danach ist man freier.
„Mantra“ wurde 2018 von den Lesern des britischen Kerrang!-Magazins zum besten Song des Jahres gewählt. Nicht überraschend. Denn der Song trifft etwas, das viele kennen – auch wenn sie es vielleicht noch nicht benennen konnten.

Bring Me The Horizon – „Mantra“

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