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Supertramp – School

„Ich kann euch sehen, wenn ihr morgens zur Schule geht.
Vergesst nicht eure Bücher! Ihr wisst, ihr müsst die goldene Regel lernen.
Der Lehrer sagt, ihr sollt aufhören zu spielen und lieber eure Schularbeiten machen.
Dass ihr so werden sollt wie der Oberstreber, ihr wisst doch, d e r drückt sich nie
– aus dem wird mal was!“
Mit diesen Zeilen beginnt der Song „School“ der Gruppe Supertramp. Frei nach dem Motto: Nun hört mal zu, liebe Kinder, was ihr alles so machen sollt. Und vor allem: was nicht! Nicht zu lange draußen bleiben, nicht zu spät nach Hause kommen, nicht rumhängen. Den schließlich wollen Papa und Mama einen guten Jungen aus die machen. Und Papa und Mama – die kritisiert man nicht, bitte schön. Schließlich sind die alt und weise. Weise – ein Wort, das mit „wissen“ zusammenhängt. Was also sagen soll: Papa und Mama, die wissen alles besser. Tu, was sie sagen, und gut.
Ach ja, und wenn nicht, dann kommt der Teufel und sticht dir die Augen aus. Wer will das schon?
Klar, dass diese Botschaft von School nicht ernst gemeint ist. Im Gegenteil: In seiner letzten Strophe fordert der Song nämlich dazu auf, sich notfalls auch gegen die Eltern aufzulehnen: um seine Rechte zu kämpfen, selbst seine Erfahrungen zu sammeln, vor allem: sich die Entscheidung über das eigene Leben nicht bedenkenlos abnehmen zu lassen.
School ist ein Song, der sich durchaus mit der biblischen Botschaft verträgt: Natürlich soll man die Eltern achten und ehren – aber daraus dürfen keine bedingungslosen Fesseln für das eigene Leben entstehen. Für den richtigen Weg, so die Bibel, werden Kinder ihre Eltern verlassen. Erst Recht dann, wenn die Eltern die Religion, den Teufel als Krücke für ihre Erziehung missbrauchen.
Ein Song über das Abnabeln vom Elternhaus, ein Song über das Erwachsenwerden und selber Denken: hier sind Supertramp und School.

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