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Bailey, Judy – … und ich sang. Ein Leben für die Musik

Autor: Bailey, Judy Porträt über die vielleicht wichtigste christliche Interpretin in Deutschland mit persönlichen Erlebnissen und vielen Fotos.
Als Rezensent zu Judy Baileys Buch „… und ich sang. Ein Leben für die Musik“ könnte man es sich einfach machen und schreiben: „Dieses Buch enthält alles, wirklich alles, was es über Judy Bailey zu sagen gibt!“ Aber erstens würde man damit dem Portrait über diese großartige Musikerin, ihrem Engagement und ihrer Persönlichkeit einfach nicht gerecht; und zweitens wären damit allenfalls die Dinge angesprochen, die in die Öffentlichkeit gehören. Denn zweifelsohne gibt es auch eine private Seite von Judy Bailey, von der sie zwar vieles preisgibt, die aber – ganz sicher – auch eine Seite beinhaltet, die eben nicht in die Öffentlichkeit gehört. Darum also etwas genauer!
Wer „… und ich sang. Ein Leben für die Musik“ liest, taucht ein in die Welt eines ganz besonderen Menschen. Eines Menschen, der – über weite Strecken – seine Seele, sein Innerstes, alles, was ihn prägt und leitet, offen legt. Die Reise beginnt auf Barbados, dem Geburtsort von Judy, zeigt ihre kulturellen, aber auch familiären Wurzeln auf, entzaubert ein wenig die „Badeinsel“ der Reichen und Schönen und lässt einen Blick zu auf das Leben der „einfachen Menschen“. Natürlich kommt Judys Schulzeit zur Sprache, ihr Eingebundensein in Kirche und Kirchenchor, erste eigene Songs, Judys Erfahrungen im Dayspring Camp, aber auch die Probleme, die sie angesichts der Lebenspraxis ach-so-frommer Christen erkannte (Kapitelüberschrift „Schein-Heiligkeit“).
Dann, einschneidend, der Umzug nach London, die Begegnung mit Lobpreispionier Graham Kendrick und die Aufnahme zur ersten LP/CD. Doch Judy wäre nicht Judy, wenn sie sich zu diesem Zeitpunkt blind in eine Musikerkarriere gestürzt hätte. Folglich studiert sie in London Psychologie, lernte in der konkreten Arbeit mit Menschen „alle Probleme dieser Welt“ und deren Folgen hautnah kennen: „es ging um Kindes-, Sexual-, Alkohol- und Drogenmissbrauch, umEssstörungen, Selbstverstümmelung, Trauer und Verlust, Depressionen, Selbstmordgefährdung oder einfach nur den Versuch, das Leben wieder in den Griff zu bekommen und einen Sinn darin zu entdecken.“
Eine Einladung nach Deutschland führt sie in einer nahezu rührenden Geschichte, die hier nicht näher verraten wird, mit ihrem späteren Ehemann Patrick Depuhl zusammen, mit dem Judy heute drei Kinder hat und am Niederrhein lebt. Die Hochzeit und der endgültige Umzug nach Deutschland nehmen einen eigenen Platz in diesem Portrait ein.
Das gilt natürlich auch für den musikalischen Werdegang: Die Begegnung mit Eddy Grant, einem weitläufigen Nachbarn der Eltern auf Barbados, und eine daraus resultierende Plattenproduktion, die Touren zuerst nach Osteuropa, dann schließlich in die ganze Welt, die Zusammenarbeit mit den Söhnen Mannheims und dem Projekt „Zeichen der Zeit“, die Auftritte bei mehreren Weltjugendtagen, darunter vor rund 400.000 Menschen und und und. Ein weiterer Höhepunkt war die Beteiligung bei Jesus House und Konzerte in Afrika, die Judy als Botschafterin von World Vision hautnah mit dem Leid in der Welt konfrontierten. Dazu nicht immer glückliche Erfahrungen im „Haifischbecken Musikbusiness“ und einer glitzernde Popwelt, der sich Judy immer entziehen konnte. Klar, dass den Söhnen Levi, Noah und Jacob ganze Abschnitte gewidmet sind; klar auch, dass der Tod von Judys Vater einen besonderen Stellenwert einnimmt; und ebenso klar, dass die Liebe zu Ehemann Patrick und Judys Glauben an Gott das Buch wie einen roten Faden durchziehen – schließlich sind sie die prägenden Elemente in einem faszinierenden Leben im Dienste der Menschen und im Dienste Gottes. Das alles wird begleitet von zahlreichen Bildern und Texten der vielleicht wichtigsten christlichen Popularmusikerin in Deutschland.

Judy Bailey, „… und ich sang. Ein Leben für die Musik“ ist ein absolut lesenswertes Buch, das das unglaubliche Engagement einer Powermusikerin und viele ihrer Songs erst richtig verstehen lässt.
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