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Presley, Elvis – Blue Suede Shoes

Würde ein Drehbuchautor diese Geschichte schreiben, wären die Kommentare einhellig: „Ach ja, geh weiter! So etwas gibt es doch gar nicht!“ Aber diese Story ist wahr – und auch wenn sie 1000mal erzählt wurde: Sie hat was! Die Geschichte von dem Mitarbeiter bei einem Maschinenreparaturservice, der 1953 in ein kleines, privates Aufnahmestudio kommt. vier Dollar auf den Tisch legt und zwei Songs aufnimmt, die er – auf einer Single verewigt – seiner Mutter schenken will. Das nämlich erzählt er leutselig der Assistentin des Ladens. 18 Monate später ist er beruflich aufgestiegen – zum Lastwagenfahrer. Und er nimmt zwei weitere Songs auf. Dieses Mal aber gerät er an den Chef der Sun-Studios, Sam Philips. Und der stellt erstmals die Weichen dafür, dass aus Elvis Presley ein Superstar wird. Unglaublich, aber wahr. Und ganz nebenbei: Im letzten Januar wechselte das Original der ersten Elvis-Single für stolze 300.000 Dollar ihren Besitzer!

Elvis Presley war ein religiöser Mensch. Einer seiner Großonkel war Prediger in der Assembly of God Church, einer
protestantischen Kirche. Wie viele andere Musiker unternahm Elvis im Kirchenchor seine ersten musikalischen Gehversuche. Deshalb gehörte seine besondere Liebe immer den Songs, die von der Liebe Gottes erzählen, eben dem Gospel. Einer seiner bekanntesten Songs ist zwar kein frommer Song, hat aber eine ebenso kuriose Geschichte wie die erste Schallplattenaufnahme des späteren Stars:

Als nämlich Johnny Cash im süddeutschen Landsberg seine Militärzeit absolvierte, hatte er einen ziemlich eitlen Vorgesetzten. Dessen Standardspruch lautete: „Tritt bloß nicht auf meine blauen Velourlederschuhe.“ Cash erzählte seinem Freund Carl Perkins davon – und als der ein Pärchen beobachtete, das mit Sicherheitsabstand tanzte, schrieb der den Song „Blue Suede Shoes“. Für Perkins eine Nummer eins – Grund genug für Elvis, seine eigene, schnellere Version des Titels aufzunehmen. Die erschien zuerst nur auf einer LP – und kam nur dadurch in die Single-Charts, dass sie im Radio rauf und runter lief. Das bis heute Faszinierende an diesem Song: Er deutet zumindest an, dass die Beziehung zwischen zwei Menschen immer auch etwas mit Nähe und notwendiger Distanz zu tun hat. Nicht umsonst kennt unsere Sprache ja so schöne Bilder wie „jemandem zu nahe treten“ oder „jemandem auf die Füße treten“. Selbst dann, wenn es lediglich um ein paar schöne, blaue Velourlederschuhe geht. Elvis Presley und „Blue Sude Shoes“.

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